29.09.2026
Herbsttagung am 12. September 2026 in Jever
Der Zentralverband geht neue Wege
Zentralverbandstagung 2026 in Jever – Tradition, Austausch und Aufbruch in dieZukunft
Die Zentralverbandstagung am 12. September 2026 in Jever stand ganz im Zeichen des Fortschritts. Dabei ging der Zentralverband einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft: Erstmals in der Geschichtedes Verbandes hatten alle Mitglieder die Möglichkeit, live über das Internet an der Herbsttagung teilzunehmen.
Damit wurde ein neues Angebot geschaffen, das insbesondere denjenigen Kolleginnen und Kollegen die Teilnahme ermöglicht, die aus zeitlichen oder organisatorischen Gründen nicht persönlich vor Ort sein konnten.
Herzlicher Empfang in Jever
Die aus ganz Deutschland angereisten Gold- und Silberschmiede erwartete eine hervorragend organisierte Tagungsstätte. Obermeister Andreas Speckmann und seine voraussichtliche Nachfolgerin Lea Honig hatten gemeinsam für einen gelungenen Rahmen gesorgt.
In einem großen, gemütlich gestalteten „Wohnzimmer“, das geradezu sinnbildlich für Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit stand, begrüßte Präsident Michael Seubert die angereisten Kolleginnenund Kollegen.
Schon hier wurde deutlich: Eine Verbandstagung lebt nicht nur von Tagesordnungspunkten und Fachvorträgen, sondern vor allem von der persönlichen Begegnung und dem gemeinsamen Austausch.
Inhorgenta: Individualität als Chance
Nach den üblichen Regularien wurde Stefanie Mändlein, Leiterin der Inhorgenta, per Video zugeschaltet. Sie berichtete über die neue Ausrichtung der Messe im Jahr 2027 und gab denTeilnehmerinnen und Teilnehmern interessante Informationen darüber, wie die Veranstaltung künftig insbesondere für Goldschmiede und Silberschmiede noch attraktiver werden soll.
Dabei wurde ein für unsere Branche wichtiger Gedanke besonders hervorgehoben:
Innovatives und individuelles Handwerk wird auch künftig eine zentrale Rolle spielen.
Gerade in einer Zeit, in der Produkte immer vergleichbarer werden, gewinnt die persönliche Handschrift des Handwerks an Bedeutung. Individualität, Kreativität und handwerkliches Können sind Stärken, mitdenen unsere Branche auch in Zukunft überzeugen kann.
Positive Entwicklungen in Ausbildung undSachverständigenwesen
Auch aus den Bereichen Ausbildung und Sachverständigenwesen gab es erfreuliche Nachrichten.
Zeno Ablass berichtete über die positive Resonanz auf die vom Verband im Frühjahr organisierte Fortbildungsveranstaltung zum Prüfungswesen. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen zeigten, dass solche Angebote von den Mitgliedern angenommen und als wertvolle Unterstützung wahrgenommen werden.
Über die aktuellen Entwicklungen im Sachverständigenwesen informierte Guido Stegmann. Auch hierwurde deutlich, wie wichtig fachliche Weiterbildung und ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch für die Zukunft unseres Handwerks sind.
Junge Meisterinnen und Meister gestalten Zukunft
Ein besonders interessantes Beispiel dafür, wie junge Meisterinnen und Meister Verantwortungübernehmen und Zukunft gestalten, lieferte Hereza Schmitke.
Die junge Goldschmiedemeisterin berichtete über die erfolgreiche Übernahme einer Werkstatt. Sie zeigte auf, wie eine solche Übergabe funktionieren kann, wenn beide Seiten mit Engagement, Offenheitund gegenseitigen Gesprächen an die Aufgabe herangehen.
Die Geschichte ihrer Werkstattübernahme fand bereits in verschiedenen Medien Beachtung. Sie ist gleichzeitig ein schönes Beispiel dafür, dass der Generationenwechsel im Handwerk nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine große Chance sein kann.
Dazu auch von Seiten des Verbandes: herzlichen Glückwunsch!
Cellini-Wettbewerb 2027
Auch beim Cellini-Wettbewerb 2027 laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Ausschreibung ist soweit vorbereitet, dass sie im Oktober starten kann.
Über die weiteren Einzelheiten und den Wettbewerb selbst wird die GZ ausführlich berichten. Man darf bereits jetzt gespannt sein, welche kreativen und handwerklich herausragenden Arbeiten eingereicht werden.
Digitale Teilnahme – ein Gewinn für alle
Besonders erfreulich war die große Zahl der Mitglieder, die sich über das Internet zur Tagungzugeschaltet hatten. Die Möglichkeit, auch aus der Entfernung an einer Zentralverbandstagung teilnehmen zu können, ist zweifellos ein wichtiger Schritt und eröffnet neue Möglichkeiten der Beteiligung.
Doch so praktisch und zeitgemäß die digitale Teilnahme auch ist – einen entscheidenden Teil einer
solchen Tagung kann sie nicht ersetzen: die persönliche Begegnung.
Wer nicht vor Ort war, hat leider die Gespräche versäumt, die bereits am Freitag und natürlich auch am Samstag geführt wurden. Der persönliche Austausch unter Kolleginnen und Kollegen, die Diskussionenam Rande der offiziellen Tagesordnung und die vielen Gespräche miteinander und untereinander sind ein wesentlicher Bestandteil solcher Veranstaltungen. Oft entstehen gerade hier neue Ideen, Kontakte und gemeinsame Projekte.
Verband lebt von seinen Mitgliedern
Die Zentralverbandstagung in Jever hat damit beides gezeigt:
Der Verband geht mit der Zeit und bewahrt gleichzeitig das, was ihn seit jeher auszeichnet – die persönliche Gemeinschaft.
Die digitale Teilnahme ist eine wertvolle Ergänzung und ermöglicht mehr Mitgliedern die Beteiligung.Gleichzeitig bleibt der direkte Austausch vor Ort unverzichtbar.
Denn ein Verband ist mehr als seine Veranstaltungen und seine Tagesordnung.
Er lebt von seinen Mitgliedern, ihrem Engagement, ihrem Wissen und vor allem vom persönlichen Miteinander.
Schon jetzt vormerken: Frühjahrstagung 2027
Nach der Tagung ist vor der Tagung. Deshalb sollten sich alle Mitglieder den nächsten Termin bereits heute vormerken:
Die Frühjahrstagung 2027 findet vom 30. April bis 1. Mai in Braunschweig statt.
Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen, auf interessante Gespräche und natürlich auf viele persönliche Begegnungen.
Denn Fortschritt und Tradition gehören zusammen – und beides lebt von der Gemeinschaft
unseres Handwerks.
(Text: Rainer Fein)

